Sparschwein mit Sonnenbrille

Münzen willkommen: Bei diesen Banken kannst Du Kleingeld kostenlos einzahlen

22.11.2023
5 Minuten Lesezeit
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Konstantin Bulinger
Finanzexperte bei zaleo.
Liebhaber des traditionellen Sparschweins stehen heutzutage vor Herausforderungen. Wer sein Kleingeld auf die Bank bringen möchte, sieht sich oft mit Gebühren konfrontiert. Abhängig vom Geldinstitut können diese Kosten rasch auf 10 Euro ansteigen, und somit schwindet ein beträchtlicher Anteil des Ersparten. Dennoch existieren nach wie vor Banken, die die Annahme von Kleingeld gebührenfrei ermöglichen, darunter die Commerzbank, die Postbank und die Santander Bank.
Das Wichtigste in Kürze:
  • Erfahre, welche Banken die Einzahlung von Kleingeld ohne Gebühren ermöglichen.
  • Auch Kundinnen und Kunden von Direktbanken haben die Möglichkeit, ihr Kleingeld einzuzahlen. Beispielsweise ermöglicht die N26-Bank mithilfe von CASH26 Bargeldzahlungen an der Kasse von Partnergeschäften. Eine weitere Alternative bietet die Bundesbank, die Münzen „in haushaltsüblichen Mengen“ kostenfrei in Banknoten umtauscht.
  • Solltest Du nicht wöchentlich Kleingeld zur Bank bringen, sollte dieser Aspekt bei der Auswahl Deines Girokontos eine untergeordnete Rolle spielen. Achte vielmehr auf die Gebühren für Kontoführung und andere Leistungen. Unser Girokonten-Vergleich hilft Dir bei der Suche:

Bis zu 10 Euro für Münzeinzahlungen

In der heutigen digitalen Ära mag es so wirken, als würde das gute alte Kleingeld allmählich an Bedeutung verlieren. Doch für viele von uns bleibt es ein vertrautes und oft genutztes Zahlungsmittel. Die Frage, wohin mit den Münzen, stellt sich jedoch zunehmend – insbesondere angesichts der Tatsache, dass einige Banken mittlerweile Gebühren für die Einzahlung von Kleingeld erheben. Die Deutsche Bank etwa verlangt 5 Euro, wenn mehr als 50 Münzen eingezahlt werden. Bei den Sparkassen die Gebühren meist zwischen 3 und 10 Euro.

Hier kannst Du Kleingeld kostenlos einzahlen

Glücklicherweise gibt es jedoch immer noch Finanzinstitute, die ihren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit bieten, Kleingeld ohne zusätzliche Kosten einzuzahlen. Auch einige namhafte Banken sind dabei, wie ein Blick auf die Preis- und Leistungsverzeichnisse zeigt.

Bei diesen Banken ist Einzahlung von Münzen aktuell kostenlos:

Bedingungen beachten

Bitte schaue in die Preis- und Leistungsverzeichnisse der jeweiligen Bank, bevor Du Münzen einzahlst, da es immer wieder zu Veränderungen kommt. Außerdem sind die Gebühren bei einigen Banken auch an das Kontomodell geknüpft. So ist bei der Commerzbank die Kleingeld-Einzahlung beim Kontomodell Klassik und Premium generell kostenlos, beim Kontomodel Basic nur am Automaten – bei Einzahlung am Schalter werden 2,50 Euro fällig. Auch bei der comdirect gibt es Einschränkungen: 3 Einzahlungen pro Jahr sind kostenlos. Jede weitere ist kostenpflichtig, wenn Dein Konto nicht gerade im Minus ist.

Einzahlung bei Direktbanken ohne Filialen

Für Kundinnen und Kunden von Direktbanken wie der ING, DKB, N26 oder der Consorsbank gestaltet sich die Einzahlung von Kleingeld oft schwieriger. Da diese Online-Banken in der Regel keine Filialen unterhalten und teilweise nicht einmal eigene Bankautomaten betreiben, fehlt die Möglichkeit zur persönlichen Einzahlung vor Ort. Doch die Direktbanken bieten teilweise eigene Lösungen an – etwa die N26 mit CASH26.
Info: Mit CASH26 Bargeld an der Kasse einzahlen
Kundinnen und Kunden der N26 können mithilfe von CASH26 Bargeld einzahlen. Dazu wird mit der N26-App ein einzigartiger Barcode erstellt. Diesen kannst Du dann in einem teilnehmenden Partnergeschäft an der Kasse einscannen lassen und so Dein Bargeld einzahlen. Du kannst innerhalb von 24 Stunden bis zu 999 Euro einzahlen. Dabei bist Du nicht verpflichtet, etwas zu kaufen. Allerdings nehmen die Geschäfte häufig nicht mehr als 50 Münzen an. Auch die ING bietet mit ING-Bargeld einen ähnlichen Service an. Beide Institute berechnen dabei eine Gebühr von 1,5 Prozent.

Alternative Bundesbank: Einzahlung in vielen Filialen möglich

Eine alternative Lösung bietet sich über die Bundesbank. Hier kannst Du Münzen „in haushaltsüblichen Mengen“ ohne Gebühren in Banknoten zu wechseln. Dieser Service ermöglicht es, auch ohne Filialbesuch bei einer traditionellen Bank das Kleingeld kosteneffizient zu handhaben. Ob es eine Filiale der Bundesbank in Deiner Nähe gibt, erfährst Du hier
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Fazit der Redaktion: Es gibt Lösungen für alle Bedürfnisse
Die Bundesbank fungiert somit als eine praktische Anlaufstelle für Kundinnen und Kunden von Direktbanken, die ihr Kleingeld in Scheine umtauschen möchten, ohne dabei Gebühren in Kauf nehmen zu müssen. Dies zeigt, dass trotz des Vormarschs von Online-Banking immer noch Lösungen existieren, um den Bedürfnissen aller Kundinnen und Kunden gerecht zu werden. Auch wenn Du zu einer Direktbank wechselst, um Gebühren zu sparen, musst Du Dir keine Sorgen machen: Dein Sparschwein wirst Du weiterhin schlachten können.