pexels-pavel-danilyuk-8638310.webp

Tages- oder Festgeld: Das solltest du jetzt wissen

4 Minuten Lesezeit
author_tim_kl.png
Tim Kempen
Finanzexperte bei zaleo.
Die Zinsen auf Tages- und Festgeld steigen. Die hohe Inflation macht das Sparen aktuell jedoch noch zu einem realen Verlustgeschäft. Alternativen sind Mangelware. Unsere Empfehlung: Zinsen mitnehmen und den Markt beobachten.
Das Wichtigste in Kürze:
  • Zinsen auf Tages- und Festgeld sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen.
  • Langfristige Verträge bieten zu wenig Flexibilität und könnten zur Zinsfalle werden.
  • Angebote auf Tagesgeldkonten bieten aktuell gute Möglichkeiten, die nächsten Monate zu überbrücken. Unser Tagesgeldkonten-Vergleich hilft dir bei der Wahl:

2,10 Prozent aufs Tagesgeld

Die Consorsbank bietet 2,1 Prozent Zinsen p.a. aufs Tagesgeld. Die ING liegt mit 2,00 Prozent nur knapp dahinter. Beide Angebote gelten nur für Neukundinnen und Neukunden – und nur für einen begrenzten Zeitraum. Bei der Consorsbank sind es 6 Monate, bei der ING 4 Monate. Bei der Consorsbank gibt es Optionen, die Zinsgarantie auf 12 Monate zu verlängern. Dafür müssen jedoch zusätzliche Handlungen wie die Eröffnung eines Aktien-Sparplans getätigt werden.
Easy Savings Tagesgeld
4,5
Neukundenzins jährlich
4,01 %
Tagesgeld
4,3
Neukundenzins jährlich
4,00 %
Prime+ Broker Tagesgeld
4,2
Neukundenzins jährlich
4,00 %

Regulärer Zinssatz weit unter den Angeboten

Doch ist dies überhaupt nötig? Oder müssen Sparerinnen und Sparer die Flexibilität, die ein Tagesgeldkonto ihnen bietet, nur einfach besser nutzen? Im Augenblick ist kaum absehbar, wo der Zinssatz aufs Tagesgeld in einigen Monaten liegt. Viele Institute haben die Zinsen für befristete Angebote in den vergangenen Monaten gleich mehrmals erhöht. Beim regulären Zinssatz gab es bislang allerdings kaum Bewegung. Bei der Consorsbank liegt dieser aktuell bei 0,00 Prozent, ab dem 1. Januar bei 0,30 Prozent. Bei der Consorsbank liegt der Zinssatz bei 0,30 Prozent.

Tagesgeldkonto in wenigen Minuten eröffnen

Nach dem Ende der Zinsgarantie fällt die Verzinsung vom guten Angebotszinssatz auf den regulären Zinssatz zurück. Spätestens jetzt sollten Sparerinnen und Sparer erneut reagieren und sich ein neues, besser verzinstes Angebot suchen. Das ist etwas Arbeit. Allerdings dauert die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei einer Direktbank in der Regel nur wenige Minuten – deshalb lohnt sich der Aufwand gerade bei höheren Sparbeträgen.

Festgeldkonto mit langfristiger Bindung

Wer diesen Aufwand scheut und sein Geld langfristig auf einem Konto liegen lassen möchte, kann sich für ein Festgeldkonto entscheiden. Der Vorteil: Viele Festgeldkonten bieten schon heute einen Zinssatz von rund 3 Prozent p.a. bei einer Laufzeit von mehreren Jahren.
Festgeld
4,4
Festgeld-Zins
3,80 %
Festgeld+
4,6
Festgeld-Zins
3,51 %
Festgeldkonto
4,5
Festgeld-Zins
3,50 %

Dauerhaftes Verlustgeschäft bei anhaltend hoher Inflation

Doch damit ist das Kapital langfristig zu diesen Konditionen gebunden. Sollten die Zinsen weiter steigen oder sich andere Chancen auf anderen Märkten ergeben, könntest du über dieses Kapital nicht mehr verfügen. Das Festgeld wird so zur Zinsfalle. Insbesondere bei anhaltender hoher Inflation wäre dies ein dauerhaftes Verlustgeschäft.
Unser Rat: Tagesgeld-Hopping
Wir raten aktuell davon ab, einen Großteil deines Kapitals langfristig zu binden. Die Angebote für Neukundinnen und Neukunden auf Tagesgeldkonten bieten aktuell gute Möglichkeiten, die nächsten Monate zu überbrücken. Anschließend kannst du zu einem anderen Anbieter wechseln und das alte Tagesgeldkonto kündigen. Unser Tagesgeldkonten-Vergleich hilft dir bei der Wahl: