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Fondssparplan: Schritt für Schritt Vermögen aufbauen

5 Minuten Lesezeit
INHALTSVERZEICHNIS
Fondsparplan schnell erklärt
So funktioniert ein Fondssparplan
Diese Kosten kommen auf Dich zu
Thesaurierend oder ausschüttend? Vor- und Nachteile der Modelle
ETF-Sparplan als günstige Alternative
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Saskia Gall
Finanzexpertin bei zaleo.
Langfristig und renditestark sparen: Ein Fondssparplan machts möglich. Viel Geld brauchst Du dafür nicht, denn die Mindestsparraten sind bei den meisten Brokern vergleichsweise niedrig angesetzt. Wie genau ein Fondssparplan funktioniert, welche Gebühren auf Dich zukommen können und auf welche Besonderheiten Du achten solltest, erfährst Du hier.
Das Wichtigste in Kürze:
  • Ein Fondssparplan ermöglicht langfristiges und renditestarkes Sparen mit vergleichsweise niedrigen Mindestsparraten.
  • Durch regelmäßige Einzahlungen in einen Fonds wird das Anlagekapital diversifiziert und das Verlustrisiko gestreut, was im Vergleich zu anderen Anlageprodukten Sicherheit und Stabilität bietet.
  • Zu den Vorteilen zählen gute Renditechancen, hohe Risikostreuung auch bei niedrigem Anlagekapital und flexible Sparraten. Allerdings unterliegt der Fondssparplan den Kursschwankungen der Börse, ist mit teilweise hohen Gebühren verbunden und kann durch Ausgabeaufschläge die Rendite verringern. Sieh Dich in unserem Depot-Vergleich nach dem passenden Wertpapierdepot für Dich um!

Fondsparplan schnell erklärt

Eröffnest Du einen Fondssparplan, zahlst Du regelmäßig Geld in einen Fonds Deiner Wahl ein. Verwaltet wird er von einem Fondsmanager. Er investiert Dein Anlagekapital in eine Vielzahl verschiedener Posten und streut so nicht nur Dein Vermögen, sondern auch Dein Verlustrisiko. Das macht Fondssparpläne im Vergleich zu anderen börsengehandelten Anlageprodukten sicher und solide.
Pro
Contra
Gute Renditechancen vor allem bei langfristiger Anlage
Auch bei niedrigem Anlagekapital hohe Risikostreuung
Sparraten schon zwischen 25 und 50 Euro monatlich
Sicherheit: Fondsgesellschaften vom Gesetzgeber reguliert
Sondervermögen: Vermögensschutz bei Insolvenz der Fondsgesellschaft
Unterliegt den Kursschwankungen der Börse
Hohe Gebühren durch Fondsmanager
Ausgabeaufschlag kann Rendite verringern

So funktioniert ein Fondssparplan

Um einen Fondssparplan anzulegen, brauchst Du ein Depot bei einem Broker. Nach der Depoteröffnung suchst Du am besten mittels der Wertpapierkennnummer (WKN) den Fonds, den Du besparen möchtest. Aber Achtung! Nicht alle Broker haben alle Fonds im Programm! Hast Du Dich für ein bestimmtes Produkt entschieden, prüfe, ob Du es bei Deinem Wunschbroker auch handeln kannst.
Bei der Frage, wie genau Dein Sparplan aussehen soll, bist Du in der Regel sehr flexibel: Du kannst Dir überlegen, ob Du ihn monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich besparen möchtest. Während der Laufzeit ist es meistens außerdem möglich, die Rate anzupassen oder sie eine Zeit lang ganz zu pausieren. Die Höhe der Sparrate kannst Du meist ebenfalls frei wählen. Lediglich eine Mindestsparrate haben die meisten Broker festgelegt. Üblicherweise liegt sie zwischen 25 und 50 Euro – bei einigen Brokern kannst Du aber auch schon ab einem Euro pro Monat einen Sparplan eröffnen.
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Prämie
4,5
Orderkosten pro Ausführung
ab 0,00 €
Free Broker
4,4
Orderkosten pro Ausführung
ab 0,00 €
Depot
4,3
Orderkosten pro Ausführung
0,00 €
Vermögenswirksame Leistungen
Verpasse nicht die Förderung durch vermögenswirksame Leistungen (VL)
von Deinem Arbeitgeber. Mit VL wird Dir bis zu 40 Euro pro Monat auf eine Kapitalanlage eingezahlt. Solange Dein Fonds zu 60 Prozent aus Aktien besteht, ist es möglich, für ihn vermögenswirksame Leistungen zu erhalten.

Lange Laufzeit zahlt sich aus

Die Wahrscheinlichkeit von Verlusten wird zunehmend geringer, je länger Du in Deinen Sparplan investierst. Da ein Fondssparplan den Kursschwankungen an der Börse ausgesetzt ist, fallen Kurse vor allem kurzfristig immer wieder – langfristig holen Fonds ihre Verluste jedoch meist wieder auf und steigen weiter. Je langfristiger Deine Anlage, desto sicherer wird sie demnach auch. Ein langer Atem zahlt sich beim Fondssparen also in der Regel aus. Daher eignet sich ein Fondssparplan besonders gut zur Altersvorsorge.

Vom Cost-Average-Effekt profitieren

Bei regelmäßigen und gleichbleibenden Einzahlungen über einen längeren Zeitraum – laut Studien sind 10 bis 15 Jahre vorteilhaft – hinweg profitierst Du im Vergleich zu einer Einmalanlage von einem günstigeren Durchschnittskostenpreis. Das funktioniert so:
Du zahlst regelmäßig feste Beiträge in Deinen Fondssparplan ein. Ein Fondssparplan unterliegt den Schwankungen der Börse, das heißt: Steigt der Kurs Deiner Anlage, erwirbst Du weniger Fondsanteile – fällt der Kurs, kaufst Du mehr. Im letzten Fall profitierst Du, wenn der Kurs nach dem Tief wieder steigt, denn: Da Du durch das vorangehende Kurstief mehr Fondsanteile besitzt, steigt auch Deine Rendite – der Cost-Average-Effekt tritt ein.

Diese Kosten kommen auf Dich zu

Ein Fondsmanager investiert Dein Vermögen vorteilhaft und verfolgt eine möglichst sichere Anlagestrategie. Das ist ein großer Vorteil, muss aber auch bezahlt werden. Achte beim Abschluss eines Fondssparplans also unbedingt auf die Gebühren!
Viele Fondsgesellschaften berechnen neben den Managementgebühren einen Ausgabeaufschlag. Diese Gebühr musst Du immer dann bezahlen, wenn Du Fondsanteile erwirbst – bei einem Fondssparplan also regelmäßig. Da die Gebühr volumenabhängig ist, spielt es keine Rolle, in welchen Intervallen Du in Deinen Sparplan investierst. Sie bleibt immer gleich.
Der Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft schmälert Deine Rendite deutlich, wenn Du ihn in voller Höhe bezahlen muss. Am besten machst Du Deine Brokerwahl auch davon abhängig, ob der Anbieter Rabatte auf den Aufschlag gewährt. So kannst Du oft die Hälfte, manchmal sogar den gesamten Ausgabeaufschlag sparen.

Mögliche Kostenpunkte im Überblick

Ausgabeaufschlag: Wird anteilig bei jeder Rate fällig. Achte auf Rabattangebote der Broker. So kannst Du Dir diese Gebühr bestenfalls sparen.
Verwaltungs- und Managementgebühren: Diese Gebühren fallen an, weil ein Fonds aktiv gemanagt wird. Du musst sie regelmäßig bezahlen und können damit Deine Rendite deutlich schmälern. Deshalb solltest Du darauf achten, dass sie nicht zu hoch angesetzt sind.
Performance-Gebühr: Erwirtschaftet der Fonds Gewinn, kann zusätzlich eine Performance-Gebühr erhoben werden.
Depotgebühren: Manche Broker verlangen für die Depotführung eine Gebühr. Willst Du sie vermeiden, schau Dich am besten nach einem Broker um, der eine kostenlose Depotführung anbietet.
Zusätzliche Gebühren: Die abwickelnde Fondsbank verlangt manchmal zusätzliche Verwaltungsgebühren.

Thesaurierend oder ausschüttend? Vor- und Nachteile der Modelle

Fonds können ausschüttend oder thesaurierend konstruiert sein. Je nach Anlageziel solltest Du also darauf achten, dass Du den richtigen Fonds für Deinen Sparplan wählst.

Ausschüttende Fonds

Bei ausschüttenden Fonds werden die erwirtschafteten Gewinne regelmäßig in Form von Dividenden ausgezahlt. Dieses Modell kann sinnvoll sein, wenn Du schon während der Laufzeit Deines Sparplans eine kleine Rendite möchtest. Aber Achtung! Übersteigen Deine Gewinne den Sparerpauschbetrag, musst Du Abgeltungssteuer zahlen.

Thesaurierende Fonds

Für eine effiziente Besparung eignen sich thesaurierende Fonds in der Regel besser. Sie legen Dein erwirtschaftetes Geld sofort weiter an. Es verbleibt also im Fondsvermögen und arbeitet für Dich weiter. Dadurch profitierst Du automatisch vom Zinseszinseffekt.

Renditestarkes Sparen für Kinder mit einem Juniordepot

Du möchtest für Dein Kind eine gute finanzielle Grundlage für die Zukunft schaffen? Durch die hohe Risikostreuung und das dadurch im Vergleich zum Aktiensparplan niedrigere Risiko eignet sich ein Fondssparplan gut für Kinder und einen langfristigen Vermögensaufbau. Informiere Dich doch in unserem Ratgeber Depot für Kinder
.

ETF-Sparplan als günstige Alternative

Einen Teil der üblichen Fondskosten kannst Du sparen, wenn Du Dich für einen Sparplan mit Exchange Traded Funds, kurz ETFs, entscheidest. Ein ETF bildet einen Indexfonds 1:1 nach, zum Beispiel den deutschen Aktienindex DAX. In diesem Fall investierst Du also in die Posten, die im DAX vertreten sind – zu den gleichen Anteilen, wie sie im DAX abgebildet werden.
ETFs punkten mit viel geringerem Verwaltungsaufwand und sparen Managementgebühren. Weiterer Pluspunkt: Bei ETFs fällt der Ausgabeaufschlag  deswegen entsprechend gering aus, in einigen Fällen entfällt er sogar komplett.
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