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Sparplan: Sichere finanzielle Zukunft in Raten

7 Minuten Lesezeit
INHALTSVERZEICHNIS
Wie funktioniert ein Wertpapiersparplan?
Sparplan-Checkliste: Was ist Dir wichtig?
Welcher Sparplan ist der richtige für Dich?
Bild der Autorin
Saskia Gall
Finanzexpertin bei zaleo.
Für die Zukunft sparen: Egal ob Du fürs Alter vorsorgen, Dir einen Traum erfüllen oder ein kleines Finanzpolster aufbauen möchtest: Langfristig und renditeorientiert Vermögen aufbauen kannst Du am einfachsten mit einem Sparplan. Die besten Renditen dafür bieten Dir Wertpapiersparpläne. Wir haben die verschiedenen Möglichkeiten für Dich unter die Lupe genommen.
Das Wichtigste in Kürze:
  • Ein Wertpapiersparplan ermöglicht es, in regelmäßigen Abständen in verschiedene Wertpapiere zu investieren. Diese Sparpläne bieten die Möglichkeit, Geld in Fonds, ETFs, Zertifikate oder Aktien anzulegen.
  • Für welchen Broker Du Dich entscheidest, solltest Du davon abhängig machen, was Dir bei Deinem Sparplan wichtig ist.
  • Sieh Dich in unserem Depot-Vergleich nach dem passenden Broker für Deinen Wertpapiersparplan um.

Wie funktioniert ein Wertpapiersparplan?

Bei einem Sparplan zahlst Du in bestimmten Intervallen Geld ein, um so über einen längeren Zeitraum – die Faustregel lautet 10 bis 15 Jahre lang – ein gewisses Vermögen aufzubauen. Es ist sinnvoll, eine möglichst lange Laufzeit zu wählen, weil dadurch Schwankungen auf dem Wertpapiermarkt ausgeglichen werden können.
Einen Sparplan anzulegen ist in der Regel ganz einfach und in den meisten Fällen online möglich. Voraussetzung ist, dass Du ein Depot bei einem Broker oder einer Bank besitzt.

So legst Du Deinen Sparplan an

Schritt 1: Zuerst musst Du das Produkt wählen, das Du besparen willst. Gib einfach die Wertpapierkennnummer (WKN), den Namen oder die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) in das entsprechende Feld in der Sparplan-Maske Deines Brokers ein und bestätige.
Schritt 2: Im Anschluss legst Du Sparintervall, Sparrate und Laufzeit Deines Sparplans fest. Außerdem kannst Du Deinem Sparplan bei manchen Brokern zusätzlich einen Namen geben.
Schritt 3: Für den Einzug der Sparraten gibst Du nun Deine Kontodaten an.
Schritt 4: Prüfe und bestätige Deine Angaben – fertig.
Good to know
Du brauchst keinen Dauerauftrag für Deinen Sparplan einzurichten. Den Einzug der Sparrate übernimmt Dein Broker für Dich. In der Regel gibst Du ihm mit Abschluss des Sparplans durch ein SEPA-Lastschriftmandat automatisch die Erlaubnis dazu.

Sparplan-Checkliste: Was ist Dir wichtig?

Für welchen Broker Du Dich entscheidest, solltest Du davon abhängig machen, was Dir bei Deinem Sparplan wichtig ist. Unsere Sparplan-Checkliste kann Dir bei der Entscheidung helfen.
Produktverfügbarkeit: Stelle sicher, dass das Wertpapier, das Du besparen möchtest, bei Deinem favorisierten Broker auch sparplanfähig ist. Manche Broker schließen Produkte von ihrem Sparplanangebot aus und bieten zum Beispiel keine Aktiensparpläne an.
Gebühren: Ist es Dir wichtig, möglichst keine Gebühren für Deinen Sparplan zu zahlen? Viele Broker bieten verschiedene Fonds- und ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr an. Prüfe, ob das auch bei Deinem Broker der Fall ist und ob Dein Wertpapier darunterfällt.
Mindestsparrate: Wie viel Geld kannst Du regelmäßig in Deinen Sparplan investieren? Informiere Dich, wie hoch die Mindestsparrate bei Deinem Broker ist. Meist liegt sie bei entweder 25 oder 50 Euro, zum Teil aber auch bei nur einem Euro.
Sparintervall: In der Regel sind monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Einzahlungen möglich. Möchtest Du also beispielsweise halbjährlich in Deinen Sparplan einzahlen, solltest Du nachsehen, ob Dein Broker dieses Intervall anbietet.
Laufzeit: Wenn Du das Wertpapier nur über eine bestimmte Zeit besparen möchtest, solltest Du Dir sicher sein, dass Du bei Deinem Broker die Laufzeit begrenzen kannst.
Flexibilität: Unvorhersehbare Ereignisse können dazu führen, dass Du zeitweise weniger finanziellen Spielraum hast als üblich. Prüfe deswegen, ob es bei Deinem Broker möglich ist, das Sparintervall zu vergrößern oder die Sparrate auszusetzen.
Cost-Average-Effekt
Bei konstanten und regelmäßigen Investitionen über einen längeren Zeitraum hinweg profitierst Du vom sogenannten Cost-Average-Effekt (CAE). Dieser Effekt ermöglicht es Dir, von einem vorteilhaften Durchschnittskostenpreis zu profitieren. Wenn die Kurse sinken, erwirbst Du automatisch mehr Anteile. Steigen die Kurse, erwirbst Du dagegen weniger Anteile. Somit zahlst Du im Durchschnitt einen günstigeren Preis für Deine Anteile. Der Grund dafür liegt darin, dass Du bei niedrigeren Preisen mehr und bei höheren Preisen weniger Anteile erworben hast. Dieser Effekt des Cost-Average wird durch gleichbleibende Investitionen über einen längeren Zeitraum hinweg erzielt, was für einen Sparplan spricht.
Mehr dazu in unserem Ratgeber „Cost-Average-Effekt
“.

Welcher Sparplan ist der richtige für Dich?

In der Regel kannst Du zwischen einem Aktien-, Fonds- oder ETF-Sparplan wählen. Für welchen Sparplan Du Dich entscheidest, hängt vor allem von Deiner Risikobereitschaft, den Kosten und dem Aufwand ab, den Du in Dein Portfolio investieren möchtest.

Aktiensparplan: Hohe Renditechance bei hohem Risiko

Was sind Aktien?
Aktien sind Wertpapiere, die Du an der Börse kaufen und verkaufen kannst. Der Aktienkurs bestimmt dabei den Wert der Aktie. Das bedeutet: Kaufst Du zu einem niedrigen Kurs und verkaufst nach einem Kursanstieg, erzielst Du Gewinn.
Bei einem Aktiensparplan investierst Du über eine möglichst lange Laufzeit hinweg regelmäßig eine bestimmte Summe in ein Unternehmen und erwirbst dadurch Anteile daran. Je nachdem, wie teuer eine Aktie des Unternehmens ist und wie hoch Du Deine Sparrate wählst, erwirbst Du entweder mehrere Aktien oder nur einen Teil der Aktie.
Vorteil des Aktiensparplans: Du kannst am Erfolg Deines Lieblingsunternehmens teilhaben, auch wenn Du wenig finanziellen Spielraum hast.
Risiko des Aktiensparplans: Ein Aktiensparplan ist sehr riskant. Sein Erfolg ist direkt abhängig vom Erfolg des Unternehmens. Erleidet das Unternehmen Misserfolge, verlierst Du Dein investiertes Geld schlimmstenfalls ganz.
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Prämie
4,5
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Fondssparplan: Automatisch breit gestreut

Was sind Fonds?
Fonds werden von Investmentgesellschaften eingerichtet. In ihnen sammeln sie das Geld von Anlegerinnen und Anlegern und investieren es an der Börse in verschiedene Wertpapiere. Beteiligst Du Dich an einem Fonds, wird Deine Anlage also automatisch breit gestreut.
Bei einem Fondssparplan zahlst Du regelmäßige Raten in einen Investmentfonds ein. Ein Fondsmanager verwaltet den Sparplan und investiert Dein Geld in unterschiedliche Posten, beispielsweise in Aktien oder Anleihen.
Ein Fondssparplan ist mit verschiedenen Kosten verbunden. Vor allem Fondsmanagement und Ausgabeaufschlag können Deine Rendite schmälern. Viele Online-Broker bieten Fonds allerdings zum Teil auch ohne Ausgabeaufschlag an. Möchtest Du Kosten vermeiden, solltest Du also Fonds besparen, bei denen diese Gebühr nicht anfällt.
Vorteil des Fondssparplans: Du investierst automatisch in viele verschiedene Posten und stellst Dein Portfolio damit breit auf, ohne Dich selbst aktiv darum kümmern zu müssen.
Risiko des Fondssparplans: Durch die automatische breite Streuung ist Dein Risiko, Geld zu verlieren, deutlich geringer als bei einem Aktiensparplan. Trotzdem unterliegt Deine Anlage auch bei einem Fondssparplan den Kursschwankungen an der Börse. Deshalb gilt auch hier: Je länger Du investiert bleibst, desto sicherer wird Deine Investition.
Aktiensparplan für Kinder
Wenn Du auch für Deine Kinder eine gute finanzielle Grundlage für die Zukunft schaffen willst, bieten sich vor allem Fonds- und ETF-Sparpläne an. Sie sind aufgrund der breiten Streuung weniger risikoreich als Aktiensparpläne.

ETF-Sparplan: Solide Rendite für kleines Geld

Was sind ETFs?
Ein Exchange Traded Fund, kurz ETF, bildet einen Indexfonds 1:1 nach, beispielsweise den deutschen Aktienindex DAX. Investierst Du also in einen DAX-ETF, kaufst Du Anteile der im DAX enthaltenen Firmen – und das in eben dem Verhältnis, in dem die Unternehmen im DAX repräsentiert sind.
Wenn Du eine günstige Alternative zum Fondssparplan suchst, ist ein ETF-Sparplan vermutlich genau das richtige für Dich. Da ein ETF bestehende Aktienindizes nachbildet, muss er nicht gemanagt werden. Die Auswahl der Unternehmen, in die Du investierst, steht ja bereits fest. Die Verwaltungsgebühren sind also deutlich geringer.
Vorteil des ETF-Sparplans: Du partizipierst automatisch und kostengünstig an allen Unternehmen, die in einem Aktienindex gelistet sind. In der Regel sind das die Unternehmen eines Landes, die wirtschaftlich am besten aufgestellt sind.
Risiko des ETF-Sparplans: Die Risikostreuung ist ähnlich hoch wie bei einem Fondssparplan. Du bist automatisch in viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen investiert. Geht es einem Unternehmen weniger gut, gleicht der Erfolg eines anderen Unternehmens aus dem Index das oft wieder aus.
Automatisierte Vermögensverwaltung mit einem Robo-Advisor gefällig?
Ein Robo-Advisor ist eine digitale und automatisierte Vermögensverwaltung. Er fällt Anlageentscheidungen allein auf Basis von mathematischen Algorithmen. Die meisten Robo-Advisor arbeiten nicht mit Einzelaktien, sondern investieren Dein Vermögen in ETFs. Dein Vorteil: Hast Du Dein Portfolio einmal angelegt, übernimmt der Robo-Advisor. Du brauchst Dich um nichts weiter zu kümmern.
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